Die fünf Erfolgsfaktoren einer PDL

Shownotes

Fachwissen bringt dich in die PDL-Rolle. Aber es hält dich nicht darin. Die fünf Faktoren in dieser Episode sind das, was den Unterschied macht — zwischen einer Pflegedienstleitung, die funktioniert, und einer, die führt.

Transkript anzeigen

00:00:03: Die Pflegedienstleitung.

00:00:05: Der Podcast für alle, die in der Pflege führen.

00:00:08: Du trägst jeden Tag so viel Verantwortung, löst Probleme und bist für alle anderen da – aber mit wem redest du wirklich darüber?

00:00:17: Diese Frage ist der Grund warum es diesen Podcast gibt!

00:00:22: Ein Podcast von und mit Dr.

00:00:24: Martin Witzschir.

00:00:39: damals mit Auszeichnung gestanden.

00:00:41: Dreißig Jahre, Pflegerfahrung oder von Hilfe als Examin der Pflege kraft.

00:00:46: Sie kennen Pflegegutachten, MDK Prüfungen, Heimoffice.

00:00:49: Sie weiß wie ein Qualitätsmanagement-System aussieht.

00:00:54: Sie weiss, jemand einen Dienstang schreibt und trotzdem sitzt hier am Montagmorgen in ihrem Büro und denkt ich weiß nicht mehr ob ich das noch kann?

00:01:03: Nicht wegen fehlenden Wissen!

00:01:06: Nicht wegen einer neuen Pflegereform sondern... weil ein Wohnbereichsleiter sie gestern im Flur vor dreien Meter weitenden angefahren hat und sie nicht gewusst hat, wie sie reagieren soll.

00:01:19: Weil sie seit Wochen das Gefühl hat zwischen dem Träger in einem Team aufgerieben zu werden und weil sie abends nach Hause fährt und mir erklärt, dass sie ihn nicht mehr abschalten kann.

00:01:31: Ein unverschämter Wohnbereichslider und ich stehe da wie ein begossener Pudel!

00:01:38: Das waren ihre Worte.

00:01:41: Fachwissen hat sie, das war nie das Problem.

00:01:45: Hallo ich bin Martin Bitscher, ich arbeite seit fast dreißig Jahren und Pflegedienstleitung als Trainer Coach oder auch als Berater und ich sage dir heute die Pflege-Dienstleiterung wie dauerhaft gut führen unterscheiden sich von denen die ausbrennen nicht durch mehr Fachwisse.

00:02:02: Sie unterscheiten sich durch fünf andere Qualitäten Und in dieser Episode nehme ich dich Mit durch alle fünf.

00:02:11: Mit konkreten Beispielen aus dem Alltag und mit der ehrlichen Ansage, dass hier ist keine Checkliste die du abhackst.

00:02:19: Das sind Entwicklungsfelder.

00:02:21: Manche wirst Du wiederkennen, manche werden Dich herausvollern.

00:02:26: Deswegen wir fangen einfach mal an Fangen einfach zuzuhören und der Rest kommt Wie von selbst wie so oft auch in meinen Seminaren.

00:02:35: Was ist der Faktor eins?

00:02:36: Der Faktoreins?

00:02:38: den nenne ich immer Rollenklarheit und zwar Rollenklarheit in der Sandwich-Position.

00:02:44: Also stell dir vor, du stehst zwischen zwei Müllsteinen oben – Der Träger, der Einrichtungsleitung, die Geschäftsführung, die Heimleitung wie auch immer sie bei dir heißen.

00:02:57: aber die haben Erwartungen an Belebensquoten, MdK Ergebnisse Wirtschaftlichkeiten.

00:03:04: unten das Legitimen mit Erwartung an Dienstpläne Unterstützung Behörde und Zerdes bis die PDL durchstießt in der Mitte und beide Seiten ziehen an dir.

00:03:16: Es ziehen noch andere Seiten, die Angehörigen – die Bewohner oder auch Patienten oder Gäste wie ihr seht– die ziehen ja auch noch!

00:03:25: Und dann hast du ja noch deine Familie.

00:03:27: Aber heute reden wir mal vom Faktor ein zur Rollenklarheit in der Sandwich-Position.

00:03:34: Das ist keine Metapher, das ist eine strukturelle Realität, die ich in dieser Rolle immer wieder erlebe.

00:03:42: und das Spannende ist wer sie nicht bewusst gestaltet wird von ihr gestaltet.

00:03:46: Darum gehts.

00:03:47: Rollenkleid heißt immer sich der Rolle Bewusstsein und Sie bewusst leben.

00:03:54: Nehmen wir mal ein Beispiel von Christina, die Ich persönlich betreut habe.

00:04:01: Die bekam vom Träger den Auftrag die Überstunden im Team um zwanzig Prozent zu reduzieren bis Ende des Quartals.

00:04:09: Gleichzeitig kündigt in dieser Woche eine Pflegekraft und der Ersatz wird erst in sechs Wochen verfügbar sein.

00:04:17: Also, der ganz normale Wahnsinn!

00:04:20: Das Team erwartet von Christine dass sie sich für Sie einsetzt.

00:04:24: Der Träger erwartet was sie liefert Und Christine die ihre Rolle in dem Fall nicht geklärt hatte macht das einzige was ihr in diesem Moment möglich erscheint.

00:04:33: Sie sagt beiden was sie hören wollen.

00:04:35: Dem Träge ich werde das hinbekommen kämpfe für euch.

00:04:41: Und zwei Wochen später hat sie weder das eine noch was andere eingehalten und das Vertrauen weiterseiten ist geschädigt, weil sie hätte etwas versprochen, was sie so nicht halten kann.

00:04:54: Christine die ihre Rolle geklärt hat geht anders vor.

00:04:59: Das hat sie dann getan in der nächsten Moment nachdem sie sich für Rollenklarheit entschieden hat.

00:05:07: Sie hat es mit dem Träger zusammengesetzt und sagte klar, mit diesem Personalstand ist eine Übersturmbedruktion in diesem Quartal nicht realistisch.

00:05:14: Das geht so echt!

00:05:16: Das ist Klarheit in der

00:05:17: Rolle.".

00:05:19: Und sie sagt, ich zeige Ihnen was realistisches.

00:05:21: So haben wir das auch eingeübt und was ich dafür brauche.

00:05:24: Zum Team hat sie die Ansprache gewählt.

00:05:27: Ich verspreche nicht, was sich nicht halten kann aber ich sorge dafür dass der Träge die Situation versteht.

00:05:34: Das nenne ich Klarheit In der Rolle Nicht Konfliktscheu, nicht Anpassung sondern das klare Wissen.

00:05:40: Ich bin weder die verlängerte Werkbank des Trägers noch die Interessenvertreterin des Teams.

00:05:47: ich bin die Führungskraft wie beides zusammenhält ehrlich transparent und mit Haltung.

00:05:53: Und wir heißen es schon in der Bibel wer zwei Herren dienen will dient keinem gut.

00:06:00: und Es geht nicht darum dass du Balkendienst sondern dass du deine Rolle ehrlich transparent und mit Haltung lebst.

00:06:07: Ich gebe jeden Tag beim Besten, akzeptiere was ist.

00:06:11: Sie dürfen Erwartungen haben?

00:06:13: Lieber Träger ihr dürft Erwartung haben liebes Team.

00:06:16: aber ich kann auch nicht zaubern.

00:06:18: wir sind nicht bei wünschter aus sagt immer jemand.

00:06:20: mir sind weil so es ist.

00:06:24: Den zweiten Faktor den ich für äußerst wichtig halte ist die emotionale Stabilität unter Gaurdruck.

00:06:33: Stimmungsmanagement ist zur Führungskräfte wichtig.

00:06:38: Ich bin da fest überzeugt, dass die Rolle der PDL eine der härtesten Führungsrollen in der freien Wirtschaft ist.

00:06:48: Der Fliegeralltag ist emotional extrem.

00:06:53: Todesnähe, Familien in Ausnahme-Situationen, chronische Personalmangene, Mitarbeitende, die erschöpft sind und das manchmal an dir auslassen.

00:07:02: MDK Prüfungen, wie wir zeigen sollen was du alles falsch gemacht hast.

00:07:05: In diesem Umfeld emotional stabil zu sein ist keine Charaktereitschaft, sie ist eine Kompetenz.

00:07:13: Und jede Kompetenz kann sie trainiert werden oder sie verkümmert.

00:07:19: und was emotionale Instabilität in der Führungskrolle konkret bedeutet – das haben wir in einem anderen Fall gehabt – du reagierst, du entscheidest aus dem Effekt, du bist an manchen Tagen zugänglich im Klaren dann anderen unberechenbar.

00:07:36: Dein Team weiß nicht mehr welche PDL heute kommt.

00:07:41: Wir wissen das auch als Pflegeeltern, ein Kind, dass aus einer instabilen Situation kommt, braucht eine berechenbares Umfeld.

00:07:52: Ein berechenbares Umfeld gibt mehr Sicherheit!

00:07:55: Das hat mir jetzt noch jemand gesagt – das ist übrigens auch bei Pferden so.

00:08:01: Das Pferd muss wissen, dass du in dieser Situation klar bist und die Situation beherrschst Und das wissen wir auch als Coach oder auch als Führungskörfter im Mitarbeiter voreimsetzt und weint.

00:08:14: Er braucht eine Person, die emotionale Stabilität besitzt oder die möglichst schnell wiederherstellen kann.

00:08:24: Ja was ist die Realität, die wir in diesem Fall hatten?

00:08:31: Das war neun Uhr siebenvierzig glaube ich.

00:08:33: Ich habe noch meine Notizen ausgesucht.

00:08:37: Die PDL erfährt, dass eine Bewohnerin danach verstorben ist.

00:08:40: Und gleichzeitig beschwert sich die Tochter lautstark im Einungsbereich weil sie nicht rechtzeitig informiert wurde und dahinter wartet der Wohnbereichsleiter mit an Dienstlandpropänen und auf dem Schreibblick liegt die E-Mail der Heimleitung mit der Bittung einer Stellungnahme zur letzten M-Lippaprüfung bis heute zwölf Uhr.

00:09:01: Das ist Realität.

00:09:04: Ich selbst erlebt, begleitet habe und wenn ihr das hört sagt ihr yes.

00:09:10: Das kennen wir.

00:09:11: drei Anforderungen gleichzeitig jede davon emotional extrem aufgeladen.

00:09:16: Wir haben unser bestes gegeben aber die Tochter ist da drüber boßt nicht rechtzeitig informiert worden zu sein.

00:09:26: sie hätte ihre Mutter gern in den Tod begleitet Ist aber nicht an der Telefon gegangen.

00:09:31: wir haben das fünfmal probiert Aber das will sie alles nicht wissen.

00:09:37: Wir selber haben die Wohnerin jahrelang begleitet, auch wir haben mit dem Abschied zu kämpfen.

00:09:43: Auch das ist für uns ein kleiner Tod.

00:09:46: und ja... Das ist eben.

00:09:50: im PDL-Zimmer stehen Biese Anforderungen täglich an und ohne emotionale Stabilität laufe ich zum Schreibtisch Weil eine E-Mail am greifbarsten wirkt.

00:10:05: Oder tippt nachher die Antwort, bricht ab wie zu der Angehörigen sagt etwas unüberlegtes Kett zurück findet sich nicht mehr im Text zurecht.

00:10:15: um Ende hat sie nichts wirklich erledigt und ist völlig erschöpft und sagt dem Kollegen noch den Bodenbereichsleiter ich habe da jetzt gar keine Zeit muss ein Herr nochmal kommen aber ... hätte sie emotionale Stabilität gehabt, was sie dann aber auch entwickelt hat.

00:10:38: Hält sie genau das?

00:10:40: Sie hält nämlich mal drei Sekunden in eine Art mit tief durch und dann sagt sie okay... Was ist jetzt wirklich, wirklich wichtig?

00:10:49: Okay!

00:10:49: Zuerst die Angehörige, also zuerst die Anbehörige.

00:10:53: Das ist die akuteste menschliche Situation.

00:10:56: Dann der Wohnbereichsleiter mit einer klaren Zeitansage.

00:11:00: wie E-Mail beantworte ich um elf Uhr dreißig, konzentriert und vor allem im Einzug.

00:11:10: Emotionale Stabilität in diesem Beispiel bedeutet nicht keine Gefühle zu haben.

00:11:15: es bedeutet eher von ihm nicht reagiert zu werden.

00:11:19: das bedeutet in schweren Momenten Handlungsfake zu bleiben.

00:11:23: Das lernt man auch wenn man eine Kampfkonst lernt.

00:11:27: Es geht darum handlungsfak zu bleiben nicht weil du unruhig bist, sondern weil du weißt wie du dich wieder zentrieren kannst.

00:11:37: Angst ist kein guter Parater, Panik kein gutter Parater.

00:11:40: das Schöne ist dass es erlern war und es ist einer der wichtigsten in den Szenen die Deutschführungskraft in die selber machen kannst.

00:11:49: dazu wird es weitere Podcast geben auch auf dem YouTube Kanal.

00:11:53: mein Thema sind diesen Podcasts die fünf zu benennen um dir ein praktischen Beispiel zu zeigen warum das meiner Meinung nach wichtig ist und warum es aus Meinungen der Menschen wichtig ist, die das gelernt haben und jetzt einsetzen können.

00:12:09: Der dritte Faktor den ich gerne anführe ist Kommunikationsfähigkeit in Konfliktsituationen also Kommunikation und Konflikt eine der häufigsten Seminarthemen für PDLs oder Führungskräften im Pflegebereich Und ich höre einfach diesen Satz fast in jedem Coaching.

00:12:29: Ich habe eigentlich da keine Zeit vor Konflikte.

00:12:31: Und ich sage jedes Mal dasselbe, die Konflikte nehmen dir die Zeit nicht umgekehrt.

00:12:37: Ein ungelöster Konflikt fällt dir irgendwann mal vor den Füßen.

00:12:41: Das ist wie wenn der Dreck immer unter den Teppichkirsten irgendwann stoppelt.

00:12:45: Stolperst du drüber?

00:12:46: Aber das Spannende ist ja, dass die meisten Menschen unreflektiert und unterbewusst negative Assoziationen zu konflikten haben und deswegen immer hoffen, dass klärt sich von selbst tut es aber nicht.

00:13:01: Ungeklärte Spannungen im Team kosten Energie täglich, schleichend und am Ende massiv.

00:13:08: Eine ungelöste Auseinandersetzung zum Beispiel zwischen zwei Flebenkräften kann die Stimmung einer ganzen Wohngruppe kippen.

00:13:14: Ein Gespräch das nicht geführt wurde wächst zu einem Problem die sechs Wochen später doppelt so groß sind wie vorher.

00:13:21: Originalton von Thomas aus Gütersloh Ja haben ein Problem ineinander, haben es sich geklärt und der Stress überträgt sich ins Team.

00:13:37: Was bedeutet Kommunikationsfähigkeit?

00:13:40: Und fliegt nicht, nämlich harmonisch sein.

00:13:42: Konflikte vermeiden immer lächeln.

00:13:44: das bedeutet eher wissen wie man schwierige Gespräche führt Wie man Spannungen benennt bevor sie eskalieren wenn man zuhört ohne zuzustimmen und vor allem bedeutet ist zu Wissen dass Konflikte eine Chance sind.

00:14:01: Hora ein Konflikt, das war das Ziel in unseren Trainings.

00:14:05: Nicht oh Gott einen Konflikten!

00:14:07: Weil mein Mindset bei einer Haltung zu jemandem konflikt bestimmt ja auch meine Reaktionen.

00:14:14: Das Beispiel aus der Praxis war dann nachher zwei Pflegefachkräfte, nennen wir sie Marsabine und Renate, arbeiten seit Monaten nicht mehr miteinander.

00:14:24: Sie reden nicht direkt, delegieren Übergaben über Dritte und das gesamte Team hat bereits Stellung bezogen.

00:14:29: Christine... weißes seit Wochen als PDL.

00:14:34: Sie hat nichts gesagt, weil sie hoffte es würde sich von selber erledigen, wenn sie keine Zeit hatte, weil das Gespräch sich schwer anfühlte.

00:14:43: und dann fällt Sabine krankheitsbedingt aus.

00:14:46: Mehnwunderts!

00:14:46: Und Renate weigert sich einen Zusatzschicht zu übernehmen.

00:14:49: solange Sabinekrank ist offen im Beisein von drei Kollegen äußert sie das.

00:14:54: so lange die kranke ist übernehme ich keine zusatz.

00:14:58: schicht dass Lass ich mir doch nicht bieten, das macht die doch wieder extra.

00:15:02: Und jetzt war die PDL kein Spielraum mehr!

00:15:06: Was als lösbares Spannungsfeld begann ist so gesehen zur Team- und Führungskrise geworden.

00:15:14: Jetzt ist natürlich deine Frage während du zuhörst was hätte Kommunikations- und Konfliktkompetenz früher bewirkt?

00:15:20: Die PDL hätte nicht auf eine Lösung gewartet.

00:15:24: sie hätte das Gespräch gesucht Nicht um Recht zu haben, nicht um zu schlichten sondern um das Thema auf den Tisch zu bringen.

00:15:32: Menschen wollen mit ihren Gefühlen wahr und ernst genommen werden, und es gibt in Deutschland nicht das Wort Falschneemung.

00:15:38: Es gibt nur das Wort Wahrnehmung – und das Schlimmste ist wenn sie Recht haben wollen!

00:15:42: Und oftmals waren hier Sabine und Renate die zwei Pflegefachkräfte in einem Punkt dass sie beide recht haben wollten und es keine gemeinsame Schnittmenge mehr gab.

00:15:55: Das heißt ich nehme wahr dass zwischen euch beiden etwas nicht stimmt, das beschäftigt das Team.

00:16:01: Ich möchte das einsprechen, getrennt zunächst und dann zusammen.

00:16:06: Also erst getrennend mitgeben und dann zusammengen.

00:16:10: Und dafür brauche ich kein Psychologiestudio.

00:16:13: Es braucht den Mut, das Unbehagliche auszusprechen und die Werkzeugung des Gesprächs auch zu führen.

00:16:18: Genau das werde ich in einer eigenen Episode vertiefen!

00:16:24: Das heißt meine Haltung zum Thema Konflikt, aber auch Methodenkompetenz zum Beispiel ein Feedback zu geben.

00:16:33: Gewaltfreie Kommunikation nach Marschar-Russmerth – all das sind die Dinge, die wir an dich dann hier in dem Podcast weitergeben werden.

00:16:43: Der vierte Faktor auf den ich gerne eingebe heißt Selbstführung als Führungsprinzip sich selbst und andere führen, da gibt es auch ein wunderschönes Buch zu.

00:16:56: Ich stelle dir eine Frage nicht rhetorisch, sondern ich meine sehr ernst.

00:17:02: Wann hast du das letzte Mal bewusst entschieden?

00:17:05: Wann dein Arbeitstag endet?

00:17:08: Und diese Entscheidung dann auch tatsächlich eingehalten.

00:17:14: Das erlebe ich immer wieder!

00:17:15: Für viele Pflegendienstleitungen ist die ehrliche Antwort... ...ich weiß es jetzt nicht mehr hier.

00:17:21: Der Arbeitsalltag endet eben wenn nichts mehr kommt Wenn das letzte Problem gelöst ist, wenn das Team versorgt ist und der Träger zufrieden ist.

00:17:32: Aber das ist keine Führung.

00:17:33: Das ist Selbstaufopferung mit Jobtitel, so wie ich es gerne bezeichne – selbst Aufopferungen mit Jobtitel.

00:17:41: Und selbst Führungen bedeutet du führst dich selbst so, wie du andere führen würdest mit klaren Zielen, realistischen Erwartungen, Grenzen oder dem Wissen dass er Schöpfung keine Tuggen ist sondern ein Risikofaktor.

00:17:56: Dazu gehört auch noch der liebevolle Blick auf sich selbst und das sagt immer jemand an deinem letzten Bett stehen nicht deine Patienten, deine Kolleginnen, sondern die Menschen mit denen du zusammenlebst in Familie.

00:18:14: ja wieder ein Beispiel nach einer PDM, den ich gearbeitet habe sie war Am Anfang unsere Zusammenarbeit stolz darauf, dass sie immer erreichbar sei.

00:18:24: Erwitschir ich bin ja aber reich bei ihr Handy ist nie ausgeschaltet, sie beantwortet Nachrichten am Sonntagabend.

00:18:30: Sie kommt als erste und geht als Letzte.

00:18:33: Aber was sie nicht sieht Ihr Team hat gelernt das es keine eigene Verantwortung übernehmen muss weil die PDL entscheidet sich alles.

00:18:41: Die ist ja immer da.

00:18:43: Wie sagen sie?

00:18:45: Geregelt das schon?

00:18:46: Wir Wohnbereichsleitungen fragen bei Kleinigkeiten nach, weil sie wissen dass die PDL antwortet und die PDl fragt sich warum sie so erschöpft ist.

00:18:57: Warum kommen wir alle zu mir?

00:18:58: Und warum können Sie keine Entscheidungen treffen?

00:19:01: Ja diese Erschöpfung die sie bei sich gespürt hat ist eben nicht Schicksal.

00:19:06: Sie ist das Ergebnis einer Führungsstrategie die nie bewusst gewählt wurde und das ja der Spanne das fünfmanch Prozent unserer Entscheidung unbewusst sind.

00:19:15: Das heißt, das sind unsere eigenen Prägungen.

00:19:17: Unsere eigene Überzeugung.

00:19:21: Und hier machen wir mal Folgen... ...das Selbstführung beginnt mit einer nüchternen Bestandsaufnahme bei.

00:19:27: wenn du dich fragst wie geht es denn?

00:19:30: Dann sagen die immer wir müssen erstmal gucken was da so normal läuft wie du normal denkst.

00:19:36: also fragen wie verbringe ich meine Zeit wirklich?

00:19:40: welche Aufnahmen übernehme ich also?

00:19:42: welche Aufgaben mache ich die eigentlich andere übernehmen sollten?

00:19:46: Welche Gebohneheiten entziehen mir täglich Energie?

00:19:51: Ist das wirklich meine Rolle, ist es wirklich mein Job.

00:19:56: Man sagt dazu auch Monkey Business, die Kollegen kommen mit dem Affen und stellen nochmal Schreibtisch und dein Ziel wird sein dass sie den in Zukunft wieder mitnehmen.

00:20:09: Und da sage ich mit allem Respekt vor dem was du täglich leistest eine Verlegenhinsleitung die sie selbst nicht führt, kann andere auf Dauer auch nicht führen.

00:20:19: Du kannst niemanden aus einer leeren Kraft heraushelfen.

00:20:22: also das heißt sich selbst zu führen und sich selbst erkennen, nicht mal auf dich selbst da reinzufallen.

00:20:28: Das ist eine ganz wichtiger Faktor.

00:20:31: Und dazu gehört der liebevolle Blick auf sich selbst und dass wovon man überzeugt es was einen aber manchmal oder allzu oft in den roten Bereich bringt.

00:20:41: Ich muss für andere da sein Ich bin ohne Leistung nicht liebenswert und Fehler sind dramatisch, um nur mal einige Aussagen zu treten.

00:20:49: Auch dazu ein eigener Podcast.

00:20:51: hier geht es ja auch um die Faktoren zu nennen Und das wäre der letzte Faktor nämlich die strategische Positionierung im Träger Kontext.

00:21:01: Das ist so ein Faktur über den am wenigsten gesprochen wird und der langfristig auch bei dem größten Unterschied macht.

00:21:10: Wie kann ich dir das näher bringen?

00:21:11: Die meisten Fledesleitungen denken operativ.

00:21:15: Also ist es verständlich, der Alltag zwingt uns dazu.

00:21:17: Dienstplan, Prioritätsdokumentationen und Personalgespräche, NDK Vorbereitung – das sind keine kleinen Aufgaben!

00:21:25: Aber wer ausschließlich operativ denkt wird ausschliesslich operativ behandelt.

00:21:31: Und wer operativ behandelt wird hat keinen Handlungsspielraum.

00:21:35: auf gut Deutsch Wie bist du positioniert?

00:21:39: Bist du eine von vielen Mitarbeiterinnen, die zusätzlich noch Führung waren oder hast Du auch noch andere Hüter auf.

00:21:47: Die PDL als Innovator, die PDL Als Manager, die Pdl als Unternehmerin?

00:21:53: Ich spreche gerne von strategischer Positionierung und wenn Du Dich fragst was es bedeutet dann sage ich Dir das gern.

00:22:01: Das erkennst Du daran dass Du verstehst welche Sprache dein Träger spricht.

00:22:06: Du weißt welche Kindzahlen wie die Geschäftsführungen entscheidend sind, Belegungsquote, Pflegestufe in Entwicklung, Ausfallkröten, MDK-Ergebnis, Fluktuation.

00:22:15: Und du bist in der Lage deiner Arbeit, ihm dieser Sprache sichtbar zu

00:22:19: machen.".

00:22:20: Also noch das Beispiel in einer anderen Pedale.

00:22:26: Die hatte in den letzten sechs Monaten enormes geleistet!

00:22:29: Die Pflegedokumentation wurde vollständig überarbeitet, die Einarbeitungsstruktur neu aufgesetzt und die Krankheitsworte im Team ist schon vierzehn auf neun Prozent gesunken.

00:22:39: Super Gut gemacht, da darf man stolz drauf sein.

00:22:43: Das weiß ihr Team und das weiß sie.

00:22:46: aber die Heimleitung weiß es nicht weil die PDL nie daran gedacht hat es zu berichten um sich entsprechend zur Positionieren.

00:22:56: Und in der Jahresbesprechung fragte dann eine Geschäftsführung warum die Personalkosten gestiegen sind ohne den Kontext zu kennen dass eben wie PDL die Einarbeitungsqualität so verbessert hat, dass neue Binderbeitende drei Wochen früher selbstständig arbeiten.

00:23:11: Dieser Zusammenhang existiert für die Geschäftsführung nicht weil er nie kommuniziert wurde.

00:23:17: man könnte auch sagen internes Marketing also verkauft das was du machst auch richtig und strategisch.

00:23:24: Positionierung heißt nicht politisch zu sein oder sich zu verkaufen.

00:23:28: es heißt Du machst deinen Wirkung sichtbar in der Sprache derer die Entscheidung treffen.

00:23:34: Das schafft Verkrauen und Vertrauenschaft Handlungsspielraum.

00:23:39: Und PDLs, die das können bekommen mehr Ressourcen, mehr Unterstützung, mehr Raum nicht weil sie lauter sind wollen sondern weil sie relevanter kommunizieren.

00:23:51: Tja was du jetzt weißt und was als nächstes kommt.

00:23:57: ich fasse die fünf Faktoren noch einmal zusammen rollen Klarheit?

00:24:01: Du weißt wann du nach oben und wenn du nach unten führst verlierst dabei mit einer Haltung nicht.

00:24:07: Der Faktor zwei, evonzionale Stabilität.

00:24:10: Du glaubst in schwierigen Momenten handlungsfähig nicht weil du ungerührt bist sondern weil du dich kennst.

00:24:16: Der Faktor drei, Kommunikation im Konflikt.

00:24:19: darüber hatten wir gesprochen wie du schwere Gespräche früh genug angehst Nicht wenn es brennt sondern bevor es brent.

00:24:29: und der vierte Fakt war ja Selbstführung sie selbst eine andere Führung.

00:24:32: mit der fünfte die strategische Positionierung.

00:24:37: Und das wäre mal ein Auftrag für diese Woche oder nach diesem Podcast, eine Anregung.

00:24:46: Überleg dir mal welcher dieser fünf Faktoren ist bei Lira am schlechtesten entwickelt?

00:24:53: Nicht welcher sich am schwersten anfühlt sondern welcher dich im Alltag am meisten kostet.

00:25:00: Schreibe ihn auf einen Satz und das ist dein Entwicklungsfeld für die nächsten Wochen und du bekommst zu allen fünf Funken von mir eine extra Episode, aber auch im Video, dass du das auch vertiefen kannst.

00:25:16: Mit konkreten Werkzeugen, Gesprächsmodellen und mehr aus dem Alltag einer PDL den du ja am besten kennst.

00:25:25: Du kannst diese Episoden in beliebiger Reihenfolge hören, aber fang mit dem an der gerade am meisten drückt.

00:25:32: Und ich sage dir etwas, dass ich nach dreißig Jahren wie so ein Reich wirklich glaube Die PDL-Rolle ist eine der anspruchsvollsten Führungsaufgaben, die es in Deutschland gibt.

00:25:41: Sie wird chronisch unterschätzt von außen und manchmal auch von wem diese ausfüllen.

00:25:47: Und das musst du nicht alleine herausfinden.

00:25:49: dafür bin ich hier.

00:25:50: Dafür mache ich diesen Podcast, dafür mache ich auch den YouTube Kanal.

00:25:56: Ja!

00:25:58: Das war die Episode eins Aus die Pflegedienstleitung.

00:26:04: Ich bin Martin Wittschir.

00:26:07: Ich wünsche Ihnen dir eine gute Zeit bis zu unserem nächsten

00:26:34: Podcast.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.