Klar in der Rolle

Shownotes

🔍 Darum geht’s in dieser Folge:

Fühlst du dich manchmal zerrissen zwischen Führungskraft, Helferin und Kummerkasten?
In dieser Folge erfährst du, warum Rollenklarheit für PDLs so entscheidend ist – und wie du dich innerlich wie äußerlich klar positionieren kannst.

Ich zeige dir:

Warum viele Leitungskräfte in die Helferrolle zurückfallen (und wie du da rauskommst)
Welche Haltung dir hilft, souverän und gesund zu führen
Wie du Abgrenzung lernst, ohne dein Team zu verlieren
Welche typischen Fallen dich in den Stress führen – und wie du sie vermeidest
Was echte Rollenklarheit für dich, dein Team und deine Einrichtung bewirken kann

🧠 Am Ende bekommst du 5 konkrete Tipps, wie du…

…deine Führungsrolle klar vertrittst
…gesunde Grenzen ziehst
…Nein sagst, ohne Schuldgefühle
…Raum für Führung statt für Überforderung schaffst
…dein Team mit Klarheit stärkst statt mit Nettigkeit zu verwirren

Transkript anzeigen

00:00:03: Die Pflegedienstleitung.

00:00:05: Der Podcast für alle, die in der Pflege führen.

00:00:08: Du trägst jeden Tag so viel Verantwortung, löst Probleme und bist für alle anderen da – aber mit wem redest du wirklich darüber?

00:00:17: Diese Frage ist der Grund, warum es diesen Podcast gibt!

00:00:22: Ein Podcast von und mit Dr.

00:00:24: Martin Witzschir.

00:00:31: Abgrenzung ohne schlechtes Gewissen oder Abgrenzungen mit einem guten Gefühl.

00:00:37: Dieser Pop-Cast ist genau für dich richtig, wenn du als Führungskraft oder PDL oder Wohnbereichsleitung manchmal das Gefühl hast in der Sendwich Position zerrieben zu werden... ...oder wenn du oft zwischen Helfen und Führen hin und her gerissen bist oder wenn es dir schwerfällt, dich abzugrenzen ohne dich dabei schuldig zu fühlen!

00:00:58: Oder du das Gefühl hast dich selbst im Stress zu verlieren.

00:01:01: und ein Last but not least.

00:01:03: Du deine Führungsroll mit mehr Klarheit, Stärke und innerer Ruhe leben willst!

00:01:09: Dann bist du genau hier richtig.

00:01:10: bleibe also dran.

00:01:12: Ja zwei praktische Beispiele aus meinem Job.

00:01:17: Es sind einmal zwei Auftraggeber die gerade auf mich zugekommen sind für Führungskräfte Veranstaltungen, Jahrestauftaktveranstaltung oder auch Offsites genannt.

00:01:29: Und immer wieder kommt das, ja wir wünschen dass unsere Führungskräfte ihre Rolle mehr leben und die Führungskräfte sagen mir dann oft Ja ihr habt ja gut reden da oben aber wir arbeiten hier mit den Leuten auf dem Flur im Dienst.

00:01:48: Ich war früher mal selbst eine aus der Gruppe und bin jetzt führungsskraft geworden.

00:01:54: so einfach ist es auch nicht.

00:01:58: Es ist nicht einfach.

00:02:01: Und hier mal ein praktisches Beispiel aus einer Coaching-Situation.

00:02:05: Ich habe es mir noch aufgeschrieben, da sagte die Kollegin ich kann nicht mehr unterscheiden ob ich noch Kolleginnen oder Vorgesetzte bin.

00:02:12: also das war eine PDL die ständig eingesprungen ist um das Team zu entlasten aber dadurch keine Zeit mehr für Führungsaufgaben hatte und sich dabei aufgegeben hat.

00:02:21: Und das mündete zum Beispiel dahin, dass eine Kollegin sagte aus der Pflege ja den linken Flur mache ich nicht oder die Frau Meier mache Ich nicht und dann hat die pdl gesagt Dann mach ich sie halt wenn es kein anderer tun kann.

00:02:35: Das ist natürlich immer das Riesenthema.

00:02:38: Ich will nett sein.

00:02:39: Ich würde beliebt sein.

00:02:41: Die Aufgaben werden erledigt und Ja, ich kenne das alles noch von früher und dann ist das auch kein Problem.

00:02:50: Und das zweite Beispiel ist auch von einer Wohnbereichsleitung, die sagt mir so ich sage immer ja und ärge mich danach.

00:02:59: Sie sagte sie tut sich so schwer damit ein klares Nein zu sagen wenn Teammitglieder Wünsche oder Forderungen äußern, die eben nicht zur Rolle passen und dadurch Grenzen verschwimmen lassen.

00:03:10: und dieses ja wünsch dir was.

00:03:13: und dann muss ich dem nachkommen und dass nicht nur bei der Monatsplanung, sondern auch immer wieder bei solchen kleinen Beispielen wie eben auch genannt.

00:03:25: Ja wenn es um Rollenklarheit geht und das heißt ja kleine Rolle stark in der Führung dann ist natürlich die Frage erstmal zu Beginn was bedeutet das überhaupt?

00:03:35: Rollenklahheit!

00:03:37: Als Fliegedienstleitung und wir bleiben mal hier im PDL Bereich trägst du ja Verantwortung, fachlich, organisatorisch und menschlich aber auch sonst als Führungskraft.

00:03:46: Aber ganz oft verschwimmt diese Rolle im Alltag.

00:03:49: da ist man auf einmal Kollegin ansprechpartnerin, Konfliktlöserin, Vermittlerin, Planerin und manchmal sogar Notfallnachtdienst, aber oft auch Blitzableiter wenn mal der eigene Haussegen schiefhängt und irgendwo dazwischen.

00:04:04: Führungskraft klingt vertraut oder?

00:04:07: Weil das alles ist der Alltag einer Pflegedienst- leitung, einer Wohnbereichs- leitung, einer Führungskraft im sozialen Bereich oder auch in Krankenhaus.

00:04:18: Und Rollenklarheit bedeutet in diesem Zusammenhang du weißt was deine Aufgabe ist und was nicht.

00:04:27: Dass Du erkennst was ist mein Verantwortungsbereich?

00:04:30: Wo endet er?

00:04:32: und wie kann ich das auch anderen klar machen ohne Schuldgefühle und inneren Stress?

00:04:36: Das nennt man Rollenklahheit.

00:04:39: Im Zeitmanagement sagen wir immer Frage eins gehört es zu meiner Rolle, also Notfallnachdienst zu machen.

00:04:47: Nein!

00:04:48: Das gehört nicht zur Rolle.

00:04:50: Zweitens bringt das was ich tue mich meinem Ziel näher wenn das auch wieder mit nein beantwortet ist auch sein lassen.

00:04:57: und ist das jetzt und heute das Wichtigste?

00:05:00: Wenn das wieder mit Nein beantwortets wird auch sein Lassen.

00:05:03: Es sind so die drei Entscheidungsfilter.

00:05:05: klar Irgendwann immer mal wieder notwendig, dass wenn spontan eine Tour ausfällt im mobilen Pflegedienst oder jemand abends um acht anruft er kann doch nicht kommen.

00:05:17: Er hat auf einmal Zahlenschmerzen aber er kann es am nächsten Tag in Zahnarzttermin bekommen.

00:05:23: Ja!

00:05:23: Aber das Thema ist die Ausnahme ist eben dein größter Feind.

00:05:27: und die Frage ist natürlich warum fällt uns das so schwer gerade in der Pflege?

00:05:33: Im Allbesen ja und das ist meine Erfahrung Weil viele von uns aus eine ganz starken Helferhaltung kommen, wir haben gelernt ich bin da.

00:05:42: Ich helfe, ich bringe ein, ich löse Probleme und das ist ja grundsätzlich etwas sehr wertvolles.

00:05:48: aber ich bin jetzt Führungskraft und in einer Führungspräzision ist nicht helfen die wichtigste Aufgabe sondern steuern also Steuern versus Helfen.

00:05:59: Und dieses Wir nennen das oft im Drama drei gibt es auch einen eigenen Test zu.

00:06:06: kannst du bei mir anfordern, erfolge et martin witcher.de und schicke ich dir den Drama das Test zum Dramatrag zu!

00:06:13: Das Drama entsteht ja erst wenn ich in diese Retterrolle hineingehe weil ich glaube ich müsste helfen.

00:06:19: nicht weil ich helfen will sondern aber ich glaube Ich müsste helfen um geliebt zu werden.

00:06:23: dass ist im tiefsten Hintergrund auf die Ursache.

00:06:27: ich bin nur liebenswert wenn ich anderen eingefallen tue Und hier an dieser Stelle.

00:06:32: Du bist bedingungslos liebenzwert weil du bist wie du bist Übrigens die meistgesprochene Hypnose und das ist eben auch wichtig zu verinnerlichen.

00:06:43: Ich bin nicht mehr Teil der Pflege, ich bin für die Pflege verantwortlich.

00:06:47: Das ist ein riesiger Unterschied emotional wie fachlich.

00:06:51: Logisch haben wir das alle verstanden.

00:06:52: aber die Frage ist, wie habe ich das mit einem guten Gefühl?

00:06:55: Und das Thema ist ja auch dass viele PDLs aus dem eigenen Team heraus befördert werden sich weiterentwickeln plötzlich auf derselben Stufe, sondern einer neuen Rolle.

00:07:08: Ohne dass sich die Erwartung an dich automatisch mit verändern weil du bist ja weiterhin die Handellore de Carola oder die Susi Die liebe Susie mit der konnte man doch immer alles so gut besprechen.

00:07:20: und wenn Du dann versuchst es allen gerecht zu machen allen gerechts zu werden dem Team der Geschäftsführung den Klienten Den Angehörigen Dann bleibt am Ende meist du auf der Strecke Und das passiert ganz vielen die mich dann anrufen, zu trennen gerührt überfordert und dann beginnt nämlich genau der Stress.

00:07:41: Der Frust.

00:07:42: Die Überlastung.

00:07:43: Und das ist oft der Einstieg für den Coaching.

00:07:45: Diese Podcast soll dazu beitragen dass du schon vorher dir über dieses Thema mehr Gedanken machst.

00:07:51: es ist ein Impuls und diesen Impuls will ich dir natürlich auch zurufen welche innere Haltung du dafür brauchst.

00:07:59: Du brauchst Klarheit Mut und Vertrauen in deinen Wert.

00:08:03: Das ist übrigens mein Wort für zwanzig-fünfzwanzig Klarheit.

00:08:07: Klarheit heißt, ich weiß was ich will und ich weiß, dass ich nicht will.

00:08:10: Ich weiß wer ich bin und weiß, wer ich nicht bin.

00:08:12: Und diese Klarheit brauchst du das heißt auch auszuhalten, dass der eine oder andere sagt Du bist jetzt aber doof!

00:08:19: Und das ist im Prinzip im Preis drin.

00:08:21: Das ist im Preis der Führung drin um Klarheit vor allem darüber, dass deine Rolle es nicht ist es allen recht zu machen sondern Verantwortung zu benehmen zu führen Entscheidung zu treffen Und dafür zu sorgen, dass die Pflege funktioniert strukturell menschlich und natürlich auch wirtschaftlich.

00:08:37: Und Mut auch mal nein zu sagen unangenehme Gespräche zu führen oder dich abzugrenzen und aber nicht ständig darüber nachzudenken ob dich dann jemand vielleicht nicht mehr mag.

00:08:48: Und Vertrauen das du gut führst wenn du es nicht eben allen recht machst.

00:08:53: Das ist das riesen Thema.

00:08:54: das können ich immer auf der logischen Ebene lösen sondern steckt oft ganz tief in unsere Entwicklung, nämlich der Treiber macht es allen recht.

00:09:04: Der heißt ich bin nur dann liebenswert wenn es um mich herum es allen schlecht gibt und wenn ich dann noch Verantwortung für die Gefühle von anderen übernehme, dann wird's noch schlimmer.

00:09:16: Also Führung heißt nicht alles können Alles wissen alles machen.

00:09:18: Führungen heißt den Rahm setzen Orientierung geben Entscheidung treffen auch unpopuläre Und dann aushalten das nicht alle gleich Ablobbieren das war ein preis drin.

00:09:30: Nur unser Unterbewusstsein weiß halt eben nicht, dass wir fünf dreißig Jahre alt und Führungskraft sind sondern es glaubt ja immer noch.

00:09:37: Und das ist halt die einmal gemachten Erfahrung.

00:09:39: wer nicht mehr frage stellt Dass wir lieb unnetz sein müssen um nicht gefressen zu werden Das ist Teil des Überleben.

00:09:45: Striebs und ich habe mal so.

00:09:49: drei typische stolpe fallen mal notiert einmal der rückfall in die helferrolle also du willst schnell helfen löst probleme selbst springt ein und am ende hast du wieder keine zeit für die dinge die nur du machen kannst.

00:10:02: Und die zweite stolper fall ist der wunsch gemocht zu werden nämlich wir wollen dass unser team uns schätzt.

00:10:08: aber wenn du dich verbiegst um beliebt zu sein verlierst du auch deinen führungsfokus.

00:10:13: Und die dritte Stolperfalle ist unklare Kommunikation.

00:10:16: Also wenn du nicht aussprichst, was deine Rolle ist... ...was du nicht leisten kannst oder nicht leisten willst... ...entdeht eben Raum für Missverständnisse und Frust auf beiden Seiten!

00:10:27: Und das hat mir mein Coach mal gesagt, wenn du ein Seminar hältst mit zwölf Leuten gibt's zwei.

00:10:31: Die finden dich toll.

00:10:33: Das sind deine Fans auch wenn du.. ..nicht gut bist.

00:10:36: und es gibt zwei, das sind deine Hater.

00:10:39: Auch wenn du besonders gut bist.

00:10:40: Und das gehört dazu Und das durfte ich auch lernen.

00:10:44: Ich bin bedingungslos liebenswert, weil ich bin wie ich bin.

00:10:48: Auch das kann ich dir als Hypnose zuschicken hilft ungemein.

00:10:52: und wenn du das umsetzt dann ist die Frage was passiert?

00:10:55: nämlich wenn du deiner Rolle klar bist?

00:10:57: Dann wirst du spürbar als Führungskraft wahrgenommen.

00:11:01: Du sendest klare Signale.

00:11:02: dein Team weiß woran es ist.

00:11:05: Konflikte lassen sich besser klären Weil du nicht mehr zwischen den Rollen hin und her springst.

00:11:12: Damit kannst du dich selbst besser schützen vor Überlastung, vor ständiger Erreichbarkeit und vor dem Gefühl nie genug zu sein.

00:11:18: Du bist genug!

00:11:20: Rollen-Plarheit schafft Luft zum Atmen.

00:11:24: Hat mir jemand nach Hand und Koordin gesagt ich habe wieder Luft zum atmen Und die Leute respektieren mich auf einmal anders weil ich auch einfach mal sage es reicht und vielleicht hast du Kinder und ab und zu sagt man da auch jetzt reicht's.

00:11:39: Das gibt dir wieder Autorität die du nicht laut zeigen musst, sondern die von innen kommt.

00:11:46: Deswegen an diesem Podcast fünf starke Tipps zum Abschluss.

00:11:51: Einmal Führungskolle ist kein Rückfall im Pflegealltag, sondern strategisch wichtig.

00:11:55: also haltet ihr vor Augen wenn du nicht führst führt niemand.

00:12:00: Der zweite Tipp setze Grenzen und das ist keine Egoismus, sondern Schutz für dich und andere.

00:12:06: bei deinen Kindern machst du es ja auch wenn sie eine roten Ampel nicht stehen bleiben wollen dass du sie festhältst.

00:12:13: Klare Kommunikation ist Gold, der dritte starke Tipp.

00:12:17: Was gehört zu deiner Rolle und was nicht?

00:12:19: Also sagt den Leuten das auch.

00:12:21: Das war früher mal – das ist jetzt nicht mehr mein Thema!

00:12:25: Nicht mein Affe, nicht mein Zirkus hat man jemand gesagt.

00:12:29: Ein weiterer starker Tipp sind Ritual- und Zeitfenster für Führung schaffen und diese Zeitfenste aufzuverteidigen.

00:12:35: Das heißt ich bin jetzt eine Stunde nicht erreichbar.

00:12:39: aus Spaß haben wir einmal gesagt hängen Schildern in die Tür bitte nicht stören, denke über Gehaltserhöhung nach.

00:12:45: War ein cooler Lacher.

00:12:46: aber das heißt was für Rituale hast du um zu sagen jetzt arbeite ich als Hührungskraft und wie planst Du deine Woche auch Zeitfenster ein?

00:12:56: oder einfach sagst Jetzt ist Zeit für Führung?

00:12:59: Und der letzte starkes Tipp wenn eines dieser Dinge die wir hier besprochen haben dein Thema es sprich über Deine Rolle im Themen statt dich darin zu verlieren denn Rollenklarheit lebt vom Dialog Nicht vom

00:13:33: Rückzug.

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